Keine Standgebühren für Beschicker des Weihnachtsmarktes

Die Fraktionen von DIE LINKE und der UW fordern in einem Geschäftsordnungsantrag, zur Ratssitzung am 04.11.2020, die Schausteller von den Standgebühren eines evtl. stattfindenden Weihnachtsmarktes zu befreien.

Not und Verzweiflung sind unter den Schaustellern groß. So groß, dass sie den Bad Oeynhausener Weihnachtsmarkt trotz zu erwartender Umsatzeinbußen regelrecht herbeisehnen.

Die letzte Hoffnung Weihnachtsmarkt. Diesen Satz hörten die Mitglieder von DIE LINKE und der UW nicht nur einmal bei Ihren Gesprächen mit den betroffenen Schaustellern. Besser sei die Variante eines räumlich ausgedehnten Weihnachtsmarktes der bis in den Kurpark hineinreicht als gar kein Weihnachtsmarkt so der einhellige Tenor.

Wie es von den Besuchern angenommen wird, wenn der Weihnachtsmarkt nicht mehr zentral auf dem Inowroclaw Platz stattfindet, sondern sich dezentral bis in den Kurpark erstreckt, könne sie nicht einschätzen. Sie rechne damit, dass die Schausteller nicht annähernd an die Umsätze der vergangenen Jahre rankommen werden und es ein paar Ecken geben wird, die nicht funktionieren so Ratsfrau Nadja Bühren. Und genau aus diesem Grund müssen wir für die Standgebührenbefreiung kämpfen.

Fraktionsvorsitzender von DIE LINKE Andreas Korff „Die Corona-Pandemie trifft viele Schausteller besonders stark. Direkt nach der turnusgemäßen Winterpause kam die Corona-Krise, sodass viele Schausteller dieses Jahr noch keine Einnahmen verzeichnen konnten. Damit es keine Insolvenzwelle in diesem Jahr gibt, ist es von großer Bedeutung, dass die Schausteller in den verbleibenden Monaten Einnahmen generieren können, bevor die alljährliche Winterpause wieder startet. Hierfür spielt der Weihnachtsmarkt in Bad Oeynhausen eine große Rolle.“

Da die wirtschaftliche Perspektive vor, aber auch auf dem Weihnachtsmarkt sehr unsicher ist, wäre mit einer Reihe von Absagen zu rechnen. Die Folgen für die Branche wären drastisch. Aus kommunaler Sicht wäre ein gescheiterter Weihnachtsmarkt für die bereits angeschlagene Innenstadt zusätzlich verheerend. „In den letzten fünf Jahren konnte unsere Heimatstadt in nicht unerheblichen Maße Rücklagen bilden so das der finanzielle Verlust sich kaum auf den Gesamthaushalt auswirken wird“ so der Fraktionsvorsitzende der UW Thomas Heilig.