UW fordert den Erhalt der Lehrschwimmbecken

Pressemitteilung

Das Unterrichtsfach Schulsport ist eines der Stiefkinder in unserem Bildungssystem und Schulschwimmen klingt in heutiger Zeit fast schon exotisch.

Mehr als jedes zweite Grundschulkind kann nicht sicher schwimmen und das, obwohl im Nordrhein-Westfälischen Lehrplan steht:

„Jedes Kind soll am Ende der Grundschulzeit schwimmen können.“

Dabei ist Bewegung die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Kinder sich konzentrieren und aufmerksam dem Unterricht folgen können.

Aus diesem Grund stellte die UW am 19.06.2019 im Schulausschuss folgende Anfrage:

Wie hoch ist der zeitliche wöchentliche Bedarf am Schwimmunterricht der Schulen in Bad Oeynhausen?

Der von der Verwaltung ermittelte Bedarf wurde mit 69 Unterrichtsstunden pro Woche beziffert.

Mit der Eröffnung des neuen Hallenbades sollen beide Lehrschwimmbecken geschlossen werden. Mit nur noch einem Hallenbad ist der Bedarf der Schulen am Schwimmunterricht nicht mehr zu decken, das heißt der Schwimmunterricht in den Bad Oeynhausener Schulen muss gekürzt werden.

Hinzu kommt, dass auch die Kindertageseinrichtungen in Bad Oeynhausen ein Interesse an Wassergewöhnungskursen haben. Dieses geht aus einer Anfrage der UW vom 04.10.2019 zum Bedarf und Interesse an Wassergewöhnungskursen in den KiTas hervor (siehe Anlage).

Alle KiTas bewerten Wassergewöhnungskurse als besonders wichtig.

Addiert man des Weiteren noch die Beckenzeiten, die für Vereine reserviert werden sollen bzw. müssen, hinzu, müsste ein Tag deutlich mehr als 24 Std haben, um diesen Bedarf an Schwimmzeiten abzudecken.

Über die Benutzung des Schwimmbades von „Privatleuten“ braucht man unter diesen Gesichtspunkten gar nicht mehr erst zu sprechen.

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