Der neue ZOB in Bad Oeynhausen

Erwin Kunz schrieb am 09.11.2019 in der Neuen Westfälischen einen Leserbrief mit Anmerkungen zu dem Neubau des ZOB auf der Nordseite des Bahnhofes.
In dem Leserbrief sind Aussagen enthalten, die nicht korrekt sind.

Deswegen hier eine kleine Stellungnahme durch unser Vereinsmitglied Burkhard Gerkensmeier zu diesem Leserbrief.


Der technische Beigeordnete hat es nicht sonderlich eilig mit der Verlegung des ZOB in Bad Oeynhausen. Da diese Maßnahme aber im Städtebaulichen Entwicklungsplan (ISEK) steht, können dafür nur Fördermittel beantragt werden, wenn diese Maßnahme in 2019 beschlossen wird.

Die vermeintlichen Konsequenzen die Herr Kunz in seinem Leserbrief auflistet liegen zwischen haltlos und frei erfunden.

Als da wären:

Herr Kunz: “ Die Leute müssen durch einen langen, unfreundlichen Tunnel, der bald verdreckt sein und zum öffentlichen Pissoir verkommen würde.“

Leserbrief NW 09.11.2019
Planungsentwurf ZOB

Zum vermeintlich langen und dunklen Tunnel sei gesagt; der neue Tunnel wird eine Länge von ca 25 m haben. Da dieser Tunnel neu erstellt wird, wie es auch die NW unter dem Leserbrief angemerkt hat, wird er sicherlich nach den modernsten Erkenntnissen gebaut werden. Hell und mit entsprechender Überwachung. Vielleicht sogar mit kleinen Geschäften darin.

Kunz: „Der Umsteigeweg von Bus zu Bahn und Umgekehrt würde länger werden.“

Leserbrief NW 09.11.2019

Der aktuelle Weg zu den Zügen, gemessen von der Mitte ZOB bis Bahnhof zwischen den Gleisen, beträgt ca 240m. Der Weg gemessen bis Mitte neuer ZOB bis Mitte Bahnhof zwischen den Gleisen beträgt dagegen sage und schreibe ca. 25m!

Herr Kunz: „Wertvoller Baumbestand würde vernichtet, was nicht im Sinne der CO2-Reduktion ist.“

Leserbrief NW 09.11.2019

Dies ist richtig. Allerdings sei dazu gesagt, dass durch den Rückbau der Mindener- und Kanalstr. auch Flächen wieder renaturiert werden.

Herr Kunz: „Wertvoller Baumbestand würde vernichtet, was nicht im Sinne der CO2-Reduktion ist.“

Leserbrief NW 09.11.2019

Leider auch wahr, allerdings werden die Bäume im Faktor 1 zu 3 neu angepflanzt. Bedeutet also hier einen Gewinn für die CO2-Reduktion.

Die Vorteile des neuen ZOB hier nochmal zusammen dargestellt:

  • kürzere Wege für Umsteiger Bus/Bahn
  • eine helle und freundliche Gestaltung des Tunnels, möglicherweise mit Geschäften/Kiosk
  • Busverkehr wird aus dem Nadelöhr an der Herforder-/Königstr. herausgehalten
  • der alte ZOB wird als Platz für die Innenstadt umgestaltet und genutzt (Zelte/Bühnen/usw.)
  • der neue ZOB ist auch besser nutzbar für die Gäste im Sielbad
  • Taxiverkehr wird von der Herforder Str. verlegt, somit ist die An- und Abfahrt Ost-West-Achse verbessert
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