Frieda Nadig

Namensgebung des Platzes „Alte Kurverwaltung“

Die UW stellt den Antrag die Fläche zwischen Bahnhofstr. / Richard-Wagner Str. / Parkstraße (ehemalige Kurverwaltung Ostkorso 12)soll in Frieda Nadig Platz benannt werden.

Begründung:
Friederike (Frieda) Nadig gilt als eine der vier Mütter des Grundgesetzes.
Geboren 1897 in Herford, verstorben 1970 in Bad Oeynhausen.

In den Jahren 1948/49 gehörte Frieda Nadig, als eine von vier Frauen dem 65 köpfigen Gremium des Parlamentarischen Rates an, der das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ausarbeitete.

Gemeinsam mit der Abgeordneten Elisabeth Selbert setzte sie sich erfolgreich für die Verankerung von Gleichberechtigung von Mann und Frau im Grundgesetz ein.
Es bedurfte großer Anstrengungen und Überzeugungskraft, bis es am Ende im Artikel 3 Abs. 2 GG hieß: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“.

Ein Verdienst von Frieda Nadig.

Mit Ihrer Forderung nach Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern und der Gleichstellung von ehelichen und unehelichen Kindern scheiterte sie leider.

1961 wurde Frieda Nadig für Ihren Einsatz um die Festigung des demokratischen Gedankens bei der weiblichen Bevölkerung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Frieda Nadig ist eine herausragende Persönlichkeit der Deutschen Nachkriegsgeschichte, eine Frau die vor 70 Jahren erfolgreich den Kampf der Gleichberechtigung begonnen hat.
Eine Frau modernen Denkens.

Mit der Benennung eines Platzes nach Frieda Nadig würdigt die Stadt Bad Oeynhausen die politische Lebensleistung dieser einmaligen Frau in angemessener Weise.

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