Bad Oeynhausen und das papierlose Büro

Gerade bei den derzeitigen Haushaltslagen der Kommunen sind Einsparmöglichkeiten immer sehr gefragt.
Aufgrund dieser Tatsache hat sich, neben vielen Möglichkeiten des Sparens, auch die Idee des „papierlosen Büros“ manifestiert.

Ansich ist diese Idee wunderbar. Gerade in der heutigen Zeit der Digitalisierung gut umzusetzen und die Stadt spart an Personalkosten für das Verteilen der Ratspost, Druck- und Papierkosten, sowie das auch die Umwelt geschont wird.
Also alles im allen eine WIN-WIN-Situation.

Leider hat es unsere Verwaltung damit zu gut gemeint und unterbreitete den Vorschlag, das zur Umsetzung der Papierlosigkeit für jedes Ratsmitglied ein IPAD von Apple angeschafft werden sollte. Auf Kosten des Steuerzahlers natürlich.
Jeder kann durch ergooglen sich einmal ausmalen, was das kosten würde.

Dieses Vorschlag ist in der jetzigen Haushaltsmisere völlig abstrus. Die Stadt hat kein Geld für so etwas bzw. sollte das Geld in wichtigere Sachen investieren.
Es würde auch ein völlig falsches Signal an die Bevölkerung senden.

Wenn wir diesen Weg der Papierlosigkeit weiterverfolgen wollen, so kann man das schon jetzt über das Ratsinformationssystem der Stadt im Internet. Jedes Ratsmitglied bekommt ca. 268 Euro Aufwandspauschale jeden Monat. Eigentlich sollte es kein Problem sein, ein Tablet damit zu kaufen. Wenn es nicht unbedingt ein IPAD sein muss, sondern ein Tablet mit Android-Betriebssystem auch tut, bekommt man sowas sogar für ca. die Hälfte eines IPADs.

Man darf dabei auch nicht vergessen, das es auch lebenserfahrene Ratsmitglieder gibt, die mit der neuen Technik ihre Last hätten.
Da ein „papierloses Büro“ kompromisslos auf das Ende des Papiers zielt und das konsequent verfolgt werden müsste, würden diese Ratsmitglieder darauf bestehen weiterhin ihre Ratspost auf Papier zu bekommen.
Und gerade dies würde mehr Kosten erzeugen als schlussendlich eingespart werden kann.

Deswegen sagen die Unabhängigen Wähler in Bad Oeynhausen eindeutig JA zur Verwendung von digitalen Vorlagen und Einsparung von Papier.
Aber NICHT auf Kosten der Stadt bzw. des Steuerzahlers.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.